Währungssystem (EURO)

Einführung


Startschuß für die spätere Gemeinschaftswährung, den Euro, war der Vertrag über die Europäischen Union (EUV), der sogenannte "Maastricht-Vertrag". Von den Staats- und Regierungschefs der damals noch zwölf Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) am 11. Dezember 1991 auf der Konferenz im holländischen Maastricht beschlossen, wurde er am 07. Februar 1992 unterzeichnetet. Völkerrechtliche Bindung erlangte er jedoch erst zum 01. November 1993, nach der endgültigen Ratifizierung (Zustimmung) durch die Nationalregierungen der einzelnen Länder. Vorausgegangen waren jahrelange Vorbereitungen, aber auch juristische Widerstände und eine gescheiterte Volksbefragung in Dänemark.

Als wichtiges Ziel des Maastricht-Vertrag wurde "...die Förderung eines ausgewogenen und dauerhaften wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts, insbesondere durch Schaffung eines Raumes ohne Binnengrenzen, durch Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und durch Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion, die auf längere Sicht auch eine einheitliche Währung nach Maßgabe dieses Vertrags umfaßt." beschlossen.

Die angestrebte Währungsunion sollte zudem, neben den bereits weiter oben beschriebenen Vorteilen, die Preisstabilität innerhalb des Währungsraumes erhöhen und das Gemeinschaftsgefühl der Bürger stärken.

Bemerkenswert ist, daß die Währungsunion – obwohl sie Teil des EU-Vertrages war, und somit schon aus politischen Gründen für alle EU-Mitglieder gelten sollte – nicht von allen EU-Ländern mitgetragen wurde. Sowohl Dänemark als auch des Vereinigte Königreich haben sich eine Sonderstellung einräumen lassen, nach der sie nicht unmittelbar, aber nach Wunsch jederzeit und ohne nochmalige Verhandlungen, der Europäischen Währungsunion beitreten können. Noch gravierender wirkt die Tatsache, daß das Vollmitglied Schweden, trotz seiner Verpflichtung, die sich aus dem Automatismus des Maastricht Vertrages ergeben hatte, den Euro bis heute nicht als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Die schwedischen Bürger hatten sich am 14. September 1993 in einem Referendum gegen ihre politische Führung gestellt und die Aufgabe ihrer Währung abgelehnt. Andere Regierungen hatten – wohl aus berechtigter Sorge vor ähnlichen Ergebnissen – Volksabstimmungen erst gar nicht zugelassen.

nach obennächste  

 

Währungssystem (EURO)

 

 Maastricht-Kriterien

 2. Thema

 3. Thema

 4. Thema